Promillerechner
Als Erstes gibt es ja einen gewissen Unterschied bei der Trinkfestigkeit von Frauen und Männern. Obwohl es durchaus viele Frauen gibt, die einen trinkfesten Wirt unter den Tisch trinken können, wird ihre Trinkfestigkeit wegen dem geringeren Körpergewicht und der geringeren Größe in der Regel auch wesentlich geringer eingeschätzt. Das geht teilweise so weit, dass Promillerechner, bei exakt den gleichen Angaben zu Größe, Gewicht, Mahlzeiten und Trinkverhalten völlig unterschiedliche Angaben machen, wenn man den Wert männlich/weiblich verändert. Außerdem fragen die virtuellen Promillerechner auch regelmäßig nach den eigenen „Trinkgewohnheiten“ um die individuelle „Trinkfestigkeit“ etwas zu berücksichtigen. Aber diese Werte sind ziemlich löcherig. Der Grund dafür ist einfach, dass jeder Mensch unter „wenig“, „normal“ und „viel“ ganz unterschiedliche Mengen versteht. Ein „Wert“ der immer auch einen gewissen Einfluss auf die Trinkfestigkeit an einem Tag hat, ist natürlich der „Hunger“ bzw. die Mahlzeiten, die man vorher oder während des Trinkens zu sich genommen hat. Je voller der Magen ist, desto geringer ist der Alkoholwert im Blut.
Aber auch dass gilt nur eingeschränkt. Wer gleich eine Flasche Wodka leer macht, dem kann auch eine riesige Schweinshaxe mit Kartoffelbrei und Sauerkraut kaum weiterhelfen, um seine Fahrtüchtigkeit zurück zu bekommen. Was zusätzlich den eigenen Promillewert beeinflussen kann, ist die Zeit. Damit ist nicht zwangsläufig die Zeit „nach dem Trinken“ gemeint, sonder auch die Zeit während man getrunken hat. So kann man davon ausgehen, dass der eigene Promillewert deutlich höher ist, wenn man eine Flasche Wein in einer Stunde leert, als wenn man sich dafür 2 bis 3 Stunden Zeit gelassen hätte. So interessant der eigene Promillewert für mach einen Party-Gast auch sein mag, so sollte man sich auf keinen Fall, allein wegen dem Ergebnis in einem online Rechner an das Steuer eines Autos setzen. Dazu sind diese Ergebnisse viel zu ungenau und können im Fall einer Kontrolle sehr „teuer“ beweisen, dass der Promillerechner beim Berechnen Fehler gemacht hat. Nicht einmal die Geräte, mit denen der Atemalkohol von der Polizei gemessen wird, können den absoluten Wert, des Blutalkohols angeben. Deshalb ist die Polizei auch gerade bei „gröberen“ Verstößen dazu verpflichtet, mit einem Bluttest zu ermitteln, wie hoch der Alkoholpegel wirklich ist.
|